Wie ich von „multipotentialites“ hörte und es mein Leben veränderte…

Schon was von „multipotentialites“ gehört? Nein?! Dann erst mal zurück auf Anfang:

Vielleicht kennst du das: du entdeckst ein neues Thema und musst alles darüber erfahren. Du hängst dich richtig rein, saugst das Wissen auf und gibst vermutlich auch einiges an Geld aus. Du denkst ja schließlich, du hast deine neue Passion gefunden!

Und dann: Wochen, vielleicht auch mal Monate später ist es einfach nur langweilig. Du hast fast schon vergessen, warum du das Thema so toll fandest.

Ich kenne das auf jeden Fall. Und ich habe mich immer sehr schlecht gefühlt. Warum kann ich nicht auch mal das eine Thema finden, was mich dauerhaft begeistert? Ich habe mich schon oft damit beschrieben, dass mir halt schnell langweilig wird. Und damit habe ich mich richtig schlecht gefühlt. Ich war schon ein bisschen neidisch auf die Leute, die so richtig eine Passion haben.

Irgendwie kam das auch auf der Arbeit auch immer nicht so gut an. Heute total begeistert, morgen gelangweilt. Wie soll man damit bloß umgehen? Ich wusste es ja selbst nicht. Und irgendwie sieht das ja vielleicht auch komisch im Lebenslauf aus, wenn man ständig etwas Neues macht, oder?

Aber dann: Ich habe vor ein paar Tagen den TED Talk „Why some of us don’t have one true calling“ von Emilie Wapnick entdeckt. Und das war echt so eine Erleichterung. Ihre Geschichte mit ihren Emotionen war für mich so nachvollziehbar und dann sagt sie einfach: tja, es gibt halt Leute, die so sind wie wir. Die haben sowas halt nicht. Diese eine Berufung… Ich fühlte mich damit schlagartig besser. Ich muss mich also nicht mehr schlecht fühlen!

Ich weiß jetzt, dass man Multipotentialite-sein auch als Stärke sehen darf: ich bin sehr lernbegierig und kann mich wahnsinnig schnell in Themen einarbeiten. Gib‘ mir ein Thema, ich lese mich alles ein, was ich auf die Schnelle finden kann, und kann morgen eine Präsentation darüber halten.

Geht es dir auch so? Dann schau dir unbedingt diesen Talk an und frage dich, ob du vielleicht auch zu den Multipotentialites gehörst. Andere Namen dafür sind übrigens Polymath, Scanner Persönlichkeiten oder auch Renaissance Menschen.

Das erklärt eben auch, warum ich mich nicht auf ein Blog-Thema festlegen mag 😉 mich interessiert so viel und es ändert sich auch noch ständig…

Gut, wenn ich ehrlich bin, gibt es doch eine Passion: ich helfe gerne Menschen, über sich hinaus zu wachsen. Ich habe auch mal so einen Persönlichkeitstest gemacht, bei dem das genau als Eigenschaft raus kam. Mehr dazu findest ihr im Blogartikel: Persönlichkeitstest und Co. (Teil 1): 16Personalities

Lust mal darüber zu reden? Dann hinterlasse einen Kommentar oder schreib‘ mir eine Mail!

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