Persönlichkeitstest und Co. (Teil 1): 16Personalities

Ich bin ehrlich: ich liebe es, Persönlichkeitstests oder Ähnliches zu machen. Sicher muss man immer darauf achten, welchen Test man macht und darf da auch nicht zu viel rein deuten. Dahinter liegen immer Modelle, die Menschen irgendwie in Schubladen einsortieren, aber natürlich sind wir alle sehr unterschiedliche Individuen. Nichtsdestotrotz können sie einem neue tolle Perspektiven ermöglichen, die aufzeigen, wo und wie man sich weiterentwickeln kann. Ich werde so nach und nach mal berichten, welche Tests ich so gemacht habe, und wie dann so ein Ergebnis aussieht.

Der 16Personalities Test

Grundsätzlich gibt es 5 Eigenschaftspaare, bei dem eher das eine oder andere zutrifft (introvert – extrovert, intuitive – observant, thinking – feeling, prospecting – judging) . Aus den unterschiedlichen Kombinationen der Eigenschaften ergeben sich dann die Persönlichkeitstypen, die in 4 Gruppen aufgeteilt sind: Analysten, Diplomaten, Wachen und Forscher. Jede Gruppe enthält vier Typen und damit sind wir bei 16 Persönlichkeitstypen. Wenn ihr mehr über den Test an sich und die einzelnen Typen erfahren wollt, schaut am besten auf die Seite. Ich berichte hier jetzt nur über mein Ergebnis.

Ich bin ein turbulenter Mediator (INFP-T), der in die Gruppe der Diplomaten gehört. INFP-T steht für introvert, intuitive, feeling, prospecting und turbolent. Als ich die ganze Beschreibung gelesen hatte (die englische ist etwas ausführlicher), war ich echt überrascht, wie gut das alles gepasst hat. Tatsächlich ist es wohl so, dass nur 4% (!) der Menschen Mediatoren sind. Es gibt also wohl nicht so viele von uns, was mich irgendwie auch stolz macht 😉 aber es fördert natürlich noch, dass Mediatoren oft missverstanden werden. Und diese Erfahrung mach ich tatsächlich auch oft.

Was zeichnet denn nun so einen Mediator aus?

  • Idealismus: und das passt so wunderbar zu mir. Ich versuche immer das Gute in allem und jedem zu sehen, dass es insbesondere meine Freundin fast wahnsinnig macht
  • Introversion: ja, ich weiß, niemand ist 100% introvertiert oder extravertiert, aber ich bin doch eindeutig auf der Introversion-Seite. Spielt auch in den nächsten Punkt mit rein: alleine sein und nachdenken gibt mir Kraft.
  • Nachdenklich: ich versinke gerne in Tagträumen und male mir unterschiedliche Szenarien aus. Mir hilft das, abzuwägen, was ein guter nächster Schritt ist. Ich bin vorbereitet
  • Intuitiver Kommunikationsstil: Es scheint nicht zu verwundern, dass ein Mediator wie ich nun mit einem Blog anfängt. Ob ich das gut kann, wird sich dann noch zeigen.
  • Visionär und kreativ: ich liebe es unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und so Ideen zu entwickeln, die Herausforderungen im meinem Umfeld lösen. Hierbei geht’s mehr um andere als um mich
  • Sorge um andere: damit sind wir auch beim letzten Punkt. Mediatoren (so auch ich) stellen andere häufig über sich selbst. Sie wollen das Leben von anderen besser machen.

Was habe ich nun daraus gelernt?

Mir persönlich hilft es zu wissen, dass meine Eigenschaften nicht ungewöhnlich sind, wenn auch in diesem Fall sehr selten… Wie eingangs schon geschrieben, hat auch dieser Test mir geholfen, neue Perspektiven einzunehmen. Mein Idealismus ist nichts Schlechtes, er gehört zu mir. Ich darf eben nur darüber nachdenken, wie das manchmal auf andere wirkt.

Vermutlich hat mich auch dieser Test im Nachhinein dazu inspiriert, endlich mit dem Schreiben anzufangen und das mal auszuprobieren. (Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass nicht auch wieder vergeht: siehe Multipotentialite 😉 )

Der Test hat für mich auch erklärt, warum ich so gerne Beraterin / Coach bin: ich helfe gerne anderen Menschen und möchte ihr Leben besser machen. Und zu dem Job gehört ja auch viel reden 😉

Zusätzlicher Vorteil: ihr könnt euer Ergebnis auch mal anderen zeigen und so Verständnis untereinander fördern. Es sollte eben nicht darum gehen, andere zu ändern, sondern sich zu ergänzen und die Eigenschaften von jedem zu schätzen.

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