„Ich mach‘ die Welt, wie sie mir gefällt“ oder: der Konstruktivismus

Du hast es vielleicht erkannt. Das ist ein Vers aus dem Titelsong von Pippi Langstrumpf. Wenn du jetzt denkst, das ist einfach nur ein Kinderlied, dann liegst du falsch. Da ist tatsächlich etwas Wahres dran. Falls du nun aber auf die Idee kommst, dass dir das ganz sicher nicht so geht, weil du dich immer an die Fakten hältst, dann liegst du leider falsch. Jede:r von uns hat seine:ihre eigene Welt.

Manche würden sagen, wir konstruieren unsere eigene Welt. Heute stelle ich dir den „Konstruktivismus“ vor.

„Ich habe ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe.“

Vielleicht kennst du dieses Problem. Du weißt, dass du die Präsentation für den Vortrag erstellen, den Workshop vorbereiten, die wissenschaftliche Arbeit schreiben oder sonst irgendwas tun solltest, aber irgendwie kannst du dich nicht aufraffen. Am Ende machst du es dann auf den letzten Drücker. Irgendwie wird es gut, oder zumindest ganz okay. Du nimmst dir … Weiterlesen

„Ich brauch‘ mal ’ne Pause“ – die Sache mit dem Stress…

Vielleicht hast du das auch schon mal gedacht. Mir ging es zumindest letztens so, weswegen ich auch eine kleine Pause von diesem Blog hier gemacht habe. Hauskauf, Jobsuche, hyperaktiver Hund… das war irgendwie zu viel für mich. Zumindest hatte ich das Gefühl, dass es zu viel ist. So eine Überlastung kannte ich nämlich gar nicht von mir, deswegen war ich sehr verwundert über mich selbst. Also, habe ich viel über mich nachgedacht und auch ein bisschen im Netz über Stress nachgeforscht.

Viele agile Teams ergeben keine agile Organisation

Ich würde sogar soweit gehen, dass, selbst wenn alle Teams agil sind, ich nicht zwangsläufig eine agile Organisation habe. Und um noch eins draufzusetzen: Agil ist kein Ziel 😉 Ich habe mich vor ein paar Tagen mit zwei anderen Coaches unterhalten und habe diese Aussagen im Gespräch mal rausgehauen. Da die beiden sie so spannend fanden, möchte ich sie nun auch dir näherbringen.

„Die Zahlen sind eindeutig: ich habe Recht“ – der Confirmation Bias

Konsequenzen vom Confirmation Bias

Die Folgen vom Confirmation Bias liegen auf der Hand: unsere Glaubenssätze sind verfestigt und wir werden immer verschlossener gegenüber anderen Meinungen. So können sich schnell die Fronten verhärten, da jede Seite für sich glaubt, im Recht zu sein. Unser Weltbild aber bestimmt auch, welche Entscheidungsoptionen für uns offen sind.  Und unserer Entscheidungen machen wiederum unser Verhalten aus und damit hat es auch direkt Auswirkungen auf unsere Mitmenschen. (Wie Annahmen und Verhalten Auswirkungen auf das Selbstbild und Verhalten Mitmenschen haben und daraus ein Teufelskreis entstehen kann, kannst du beim Pygmalion Effekt nachlesen.)

Geben wir dem Confirmation Bias nach, werden wir uns auch lieber mit Menschen umgeben, die die gleiche Meinung haben. Menschen mit anderer Meinung meiden wir lieber, um diesem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Im beruflichen Kontext kann das bedeuten, dass Menschen bei Einstellungen und im Arbeitsalltag diskriminiert werden, die nicht in unser Weltbild passen. Es lässt sich natürlich leichter mit jemandem arbeiten, der/die gleicher Meinung ist. Abgesehen davon, dass Diskriminierung nicht in Ordnung ist, hat das auch langfristige Folgen. Meiner Meinung nach kann Innovation nur aus konstruktivem Diskurs entstehen, wofür es Menschen braucht, die nicht immer einer Meinung sind.

Sind Multipotentialites die Zukunft?

Wenn ich über Multipotentialites Artikel lese, kommt da häufig drin vor, dass sie doch eigentlich die Zukunft sind. Sie haben durch ihr vielfältiges Interesse doch so ein breites Wissen, dass sie leicht auf kreative Lösungen kommen. Zusammen mit Spezialisten, die dann wirklich tiefes Know-How haben, ergeben sie dann an Dreamteam… Andererseits fühle ich mich bei vielen Stellenausschreibungen aber nicht willkommen…

„Das kann Frau doch eh nicht“ oder: der Gender Bias

Hast du sowas schon mal gedacht (wahlweise ersetze Frau durch Mann)? Vielleicht hast du auch über dich selbst gedacht, dass du das nicht kannst, weil du weiblich (männlich) bist. In diesem Artikel gehe ich nun genauer darauf ein, welche Konsequenzen diese Stereotypen und Rollenbilder in unserem Kopf auf unser Verhalten haben.